Der Aufbruch – Ein Tag in meinem Leben

Ich befahl mein Pferd aus dem Stall zu holen. Der Diener verstand mich nicht. Ich ging selbst in den Stall, sattelte mein Pferd und bestieg es. In der Ferne hörte ich eine Trompete blasen, ich fragte ihn, was das bedeutete. Er wusste nichts und hatte nichts gehört. Beim Tore hielt er mich auf und fragte: „Wohin reitet der Herr?“ „Ich weiß es nicht“, sagte ich, „nur weg von hier, nur weg von hier. Immerfort weg von hier, nur so kann ich mein Ziel erreichen.“ „Du kennst also dein Ziel“, fragte er. „Ja“, antwortete ich, „ich sagte es doch: ‚Weg-von-hier‘ – das ist mein Ziel.“1

Es blendet… Warm… Verdammt, wo bin ich hier? Mühsam blinzle ich. Die Sonne scheint mir ins Gesicht. Langsam komme ich zu mir. Ich liege in meinem weißen Himmelbett. Durch das große Sprossenfenster meiner geräumigen Altbauwohnung kann ich den blauen Himmel sehen. Ich weiß schon jetzt, das wird ein guter Tag. Aber ich weiß auch, heute habe ich noch viel vor mir.

Ich stehe auf, noch etwas schlaftrunken blicke ich auf den Wecker, der offensichtlich nicht gewillt war mich zu wecken. 14 Uhr 23. Verdammt, ich muss los. Ich begebe mich ins Bad, rasiere mich eifrig, putze die Zähne und wende mich meiner Frisur zu.

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Montag, 1. Oktober 2012  3 Kommentare